Stolpe geht ein Licht auf …

on 12. April 2016 Blog with 0 comments

Am Abend des 31.03.2016 weihten wir in ausgelassener Runde unser erstes LED-Projekt ein. Die Gemeinde Stolpe auf Usedom hatte sich in 2015 entschieden,  gemeinsam den Inselwerken als Contractor die 49 80W-HQL-Straßenlampen auf LED umzurüsten. Dadurch kann sie von nun an ihre Beleuchtungskosten auf ein Drittel reduzieren. Neben der Energieeinsparung ermöglicht die neue Technik den Lichtkegel gezielt auszurichten, sodass die Wege und Kreuzungsbereiche gut ausgeleuchtet werden, während auf die rückseitig gelegenen Häuser nur wenig  Licht fällt. Die warm-weißen LED-Leuchten geben ein angenehmes Licht und fügen sich damit hervorragend in das romantische, am Haff gelegene Dorf ein. Auch der Bürgermeister Eckard Schulz und sein Stellvertreter Falko Beitz zeigten sich sichtlich zufrieden. Das i-Tüpfelchen: Die Leuchten werden seit dem 01. April mit grünem Usedom.Strom betrieben.

16-03-31_6399_Inselwerke_Anstoßen auf die LED-Leuchten in StolpeFoto: Dietmar Pühler

OZ-Artikel vom 04.04.2016

Stolpes Straßenlaternen leuchten jetzt mit Ökostrom der Inselwerke

Dietmar Pühler

Stolpe (dp). Die Gemeinde Stolpe hat in den vergangenen Tagen alle ihre Straßenlaternen umgerüstet und mit LED-Leuchten bestückt. Mit den zwei neuen Lampen vor dem Schloss erleuchten nun insgesamt 51 Laternen das Dorf. Bürgermeister Eckhard Schulz ist zufrieden: „Die Leuchtkraft der LED ist genauso gut wie die der HQL-Leuchten.“

Doch damit nicht genug. Die Straßenlampen in der kleinen Haff-Gemeinde werden seit gestern auch mit Ökostrom betrieben. Das teilte am Donnerstag im Rahmen einer kleinen Feierstunde Frank Haney von der Bürgergenossenschaft Inselwerke mit. Die Inselwerke haben sozusagen in der Nacht auf den 1. April den Schalter umgelegt und betreiben nun die Straßenbeleuchtung in Stolpe. Lieferant für den 100 Prozent Ökostrom aus erneuerbaren Energien ist die in Schwerin ansässige WEMAG AG.

Wie Haney berichtete, gab es im September 2014 die ersten Gespräche mit Bürgermeister Schulz. Nach dem Beschluss der Gemeindevertretung, die Ortsbeleuchtung durch einen Dritten betreiben zu lassen, veranlasste die Verwaltung des Amtes Usedom Süd eine Ausschreibung, die von den Inselwerken gewonnen wurde.

Für die Gemeinde verursacht die Umrüstung der Straßenbeleuchtung durch die Vergabe an die Inselwerke keine Kosten. Die Bürgergenossenschaft wiederum finanzierte die 16.000 Euro teure Umrüstung auf LED-Leuchten aus den Genossenschaftsanteilen der Mitglieder.

Die lange Amortisationsdauer liegt laut Bürgermeister Eckhard Schulz daran, dass die Gemeinde bisher schon sparsam war und die Straßenleuchten um 23 Uhr ausschaltet. Würden sie länger strahlen, wären die LED-Leuchten bereits nach sieben Jahren abbezahlt.

(…) Frank Haney freute sich, gleich mehrere Anlässe zum Feiern zu haben. Zum einen bestehen die Inselwerke seit nun genau drei Jahren, zum anderen darf die Genossenschaft ab sofort Ökostrom unter dem eigenen Namen anbieten.

Diesen können auch Privathaushalte direkt bei den Inselwerken beziehen. Die damit verbundene Wechselprämie wollen die Inselwerker zur Installation von Elektro-Ladesäulen – zum Beispiel ist am Stolper Schloss eine geplant – verwenden. Laut Haney sind 30 Neukunden nötig, um eine Ladestation errichten zu können.

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